9.9. Tag der Versicherung

September 9, 2010 4 Kommentare 

Wie angekündigt, geht’s heute los. Daher keine lange Vorrede, sondern frisch ans Werk.

Voraussetzungen

  1. Du hast alle deine Versicherungsordner griffbereit?
  2. Du weißt, welches deine größten Risiken sind?
  3. Du hast ein Blatt Papier und einen Stift parat (für deine TODO-Liste)?

Gut! Dann kann’s losgehen, einfach die folgende Checkliste durchgehen. Punkte überspringen, die für dich nicht relevant sind!

Stößt du auf Punkte, die unklar sind oder wo deine Versicherung nicht deinen Vorstellungen entspricht: sofort auf deiner TODO-Liste notieren!

Private Haftpflichtversicherung


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Teurere Versicherungen für Twitter-Nutzer?

August 17, 2010 1 Kommentar 

Wer Twitter oder andere sozial Netzwerke nutzt, zahlt eine höhere Hausratversicherung.
Das will das Preisvergleichsportal Confused.com herausgefunden haben (s. netzwelt.de).
Der Grund liegt natürlich daran, dass sich anhand des Status auf Twitter, Facebook, etc. ein idealer Einbruchzeitpunkt ablesen lassen könnte. Das wurde ja auch bereits von Please Rob Me medienträchtig aufgezeigt.

Die Versicherungskosten von Social-Media-Nutzern sollen demnach um bis zu 10% höher liegen.

Ich frage mich allerdings wie eine Hausratversicherung das abfragt. Steht im Versicherungsantrag die Frage: „Gehen Sie sorglos mit ihren Daten um und geben Sie Verbrechern auf Facebook Bescheid, wenn Sie nicht zu Hause sind?“
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Ineas- und LadyCarOnline-Versicherung endet am 31.08.2010

August 11, 2010 6 Kommentare 

Ein niederländisches Gericht hat einen Notverwalter eingesetzt. Alle Versicherungsverträge sind gekündigt und der Schutz läuft am 31.08.2010 aus.

Also, jetzt blitzschnell um eine neue KFZ-Versicherung kümmern. Sonst stehst du ohne Versicherungsschutz da (das ist strafbar und auch sowieso vom Risiko überhaupt nicht tragbar).

Eine Kündigungsbestätigung vom IIC (International Insurance Corporation – die Mutter von Ineas und LadyCarOnline) benötigst du beim Abschluß einer neuen KFZ-Versicherung nicht. Bereits gezahlte Beiträge ab September muss IIC erstatten. Ich drücke dir die Daumen, dass noch genug Geld da ist.

Zufriedener durch Versicherungs-Onlinevergleich

August 1, 2010 3 Kommentare 

Zugegeben, den Titel habe ich jetzt etwas knapp gefasst 🙂

Im Kern aber hat eine Studie von Scout24 und Innofact etwas Ähnliches ergeben.

Fast 80% der Deutschen fragen bei einer Suche nach Immobilien oder auch nach einer Versicherung niemanden um Rat, außer dem Internet. Knapp 50% treffen auch die finale Entscheidung allein (basierend auf den Ergebnissen der Internet-Recherche).
Am häufigsten wird neben der „Allein“-Entscheidung noch Rat im persönlichen Umfeld gesucht.
Diejenigen, die vor der endgültigen Entscheidung noch Rücksprache mit Familie, Ehepartner oder Bekannten hält, ist mit seiner Entscheidung zufriedener (ca. 91%) als diejenigen, die ganz alleine entscheiden (ca. 86%).

Das ist mal wieder eine Studie mit einem Ergebnis, dass jeder wohl nicht anders erwartet hätte. Natürlich ist man mit seiner Entscheidung zufriedener, wenn man das Pro & Contra nochmal mit jemandem ausdiskutieren kann. Mich wundert allerdings der recht geringe „Zufriedenheits“-Unterschied.

Auch die Meinung anderer wird übrigens immer häufiger über das Internet geholt, durch Händler- bzw. Produkt-Bewertungen.
Ich kann nur empfehlen: Bevor ihr euch für eine Versicherung festlegt, einfach nochmal mit einer vertrauten Person darüber reden.

Ineas- oder LadyCarOnline-Versicherung?

Juli 28, 2010 5 Kommentare 

Die beiden KFZ-Versicherer Ineas und LadyCarOnline sind von der Pleite bedroht und werden seit Juni von einer Insolvenzverwaltung geführt. Beide sind Töchterunternehmen der niederländischen International Insurance Corporation (IIC).

Bist du dort versichert (so wie mehr als 50.000 Deutsche)?

Eigentlich sollte dir in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zustehen. Jedoch bestreiten dies die betroffenen Versicherungsunternehmen. Der Rat des insolventen Versicherungsunternehmens lautet: Nicht kündigen, aber gleichzeitig eine zusätzliche Kaskoversicherung abzuschließen. 🙂

Der Bund der Versicherten (BdV) erklärt eine Sonderkündigung für zulässig, ebenso raten die Verbraucherschützer dazu.

Schadenfall

Kasko-Schäden werden wohl über die Mittel der IIC gezahlt.

Wenn du jemand anderem einen Schaden zufügst, werden die Haftpflichtansprüche von der Verkehrsopferhilfe getragen. Allerdings musst du mit einem Selbstbehalt von 2.500 EUR rechnen. Ziemlich happig, wie ich finde!

Also, Versicherung kündigen (eine Musterkündigung findet sich beim Bund der Versicherten) und
zeitgleich eine neue KFZ-Versicherung suchen (Preisvergleich).

Referenzen

Kommt jetzt das große Krankenkassen-Sterben?

Juni 13, 2010 Kommentiere 

Bereits zwei Krankenkassen (die City BKK und die BKK Heilberufe) haben beim BVA (Bundesversicherungsamt) eine drohende Insolvenz gemeldet. Nach neuem Insolvenzrecht sind auch die Krankenkassen dazu verpflichtet, sonst droht ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung.

Die Insolvenz muss zunächst von anderen Kassen im gleichen System (hier also von den Betriebskrankenkassen) aufgefangen werden. D.h. die Versicherten werden dann wohl in einer andere BKK wechseln.

Im Jahre 1908 gab es noch 7.718 BKK, in 2006 waren es noch 138 (Wikipedia). Hinzu kommen noch die AOK (Allgemeine Ortskrankenkassen), IKK (Innungskrankenkassen), LKK (Landwirtschaftliche Krankenkassen), Ersatzkassen.
Insgesamt gab es in Deutschland 1991 mehr als 1.200 Krankenkassen. Im Jahr 2006 nur noch 253 und im Januar 2009 noch 202.

Die Tendenz ist wohl kaum zu übersehen. Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hält eine Anzahl von 30 bis 50 Kassen ausreichend.

Auch wenn ich sonst nicht konform mit Frau Schmidt gehe, in diesem Punkt gebe ich ihr völlig recht. Der aktuelle Zustand mit hunderten von gesetzlichen Krankenversicherungen, die alle nach „Kunden“ gieren und in ihren Verwaltungen Millionen verbrennen, ist untragbar und ein Teil der steigenden Gesundheitskosten.

Trauern wir den „sterbenden“ Kassen also höchstens eine Krokodilsträne nach 🙂

Private Krankenversicherung Test

Mai 12, 2010 3 Kommentare 

Der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung (bzw. der Wechsel in die Private) will gut überlegt sein. Man sollte vorab alle Tests und Möglichkeiten in Betracht ziehen, um sich hier umfassend zu informieren. Denn ein späterer Wechsel in eine andere Private Krankenkasse kann einen teuer zu stehen kommen und ein Wechsel zurück in die Gesetzliche Krankenkasse ist sowieso nahezu ausgeschlossen.

Welche Punkte solltest du aber genau Testen?

Das hängt natürlich ganz von dir persönlich ab, aber generell solltest du auf folgende Dinge achten:

  • Tarif-Auswahl: Welchen Tarif/Welche Leistung brauche ich genau?
    • Ein-, Zwei- oder Mehrbett-Zimmer?
    • Freie Klinikwahl?
    • Chefarztbehandlung
    • Übernahme der Kosten für alternative Handlungsmethode (z.B. Homöopathie, …)?
    • Umfangreichere Kostenübernahme für Zahnarztleistungen, Kieferorthopädie?
    • Zusatzleistungen für Sehhilfen: Brillen, Kontaktlinsen?
    • Zuzahlungsfreie Massagen oder Physiotherapie?
    • Psychotherapie?
  • Beitragsstabilität: Junge Menschen bekommen extrem günstige Tarife. Lass dir unbedingt die Beitragsentwicklung des Tarifs zeigen (manche haben Steigerungsraten von 10% pro Jahr), sonst ist billig gekauft = teuer bezahlt. Tarife, die es erst wenige Jahre gibt sind daher mit Vorsicht zu genießen!
  • Bei Vorerkrankungen: Anfragen, ob die Private diese Erkrankungen übernimmt oder ausschließt.
  • Selbstbeteiligung: Bietet der Tarif/die Kasse eine Selbstbeteiligung an? Wie flexibel?
  • Beitragshöhe: Natürlich ist das eines der Hauptkriterien. Aber dies sollte nicht das einzige Kriterium sein (s. Steigerungsraten)
  • Kundenfreundlichkeit: Wie einfach ist die Abrechnung? Werden häufig Rechnungen beanstandet oder drückt die Kasse auch mal ein Auge zu?

Wo bekommt man die nötigen Infos?

Natürlich bekommst du die nötigen Informationen direkt von deinem Versicherungsberater. Da Versicherungsberater der Firma XYZ gerne Versicherungen von XYZ verkaufen, solltest du dich unbedingt unabhängig von deinem Berater informieren (und wenn es nur dazu dient, damit du ein gutes Gefühl hast).

Folgende Quellen kannst du nutzen:

  • Zum Einen kannst du natürlich direkt einen Online-Vergleich der Privaten Krankenversicherungen machen.
    Aus meiner Sicht die besten Alternative 🙂
  • Generell lässt sich im Internet viel vergleichen, z.B. hier:
    • Hast du über den Online-Vergleich die Liste der möglichen Versicherungen eingeschränkt, lohnt es sich auf jeden Fall auf deren Websites Zusatzinformationen zu holen (Information über z.B. Beitragssteigerungsrate, etc. stellen die Versicherungen allerdings häufig nur auf Anfrage zur Verfügung)
    • Bewertungsportale wie z.B. Ciao oder Doyoo oder auch bei Focus Money geben Einblicke in die Zufriedenheit der Versicherungskunden.
  • Bekannte oder Freunde können einem gute Infos geben über die Kundenfreundlichkeit und den generellen Umgang der Versicherung. Unbedingt fragen!
  • Finanzzeitschriften wie z.B. Finanztest oder Focus Money veröffentlichen regelmäßig Test über die Versicherungen.

Video: Private Krankenversicherung (Teil 4/4)

Mai 7, 2010 3 Kommentare 

Endlich verstehe ich, warum sich Politiker so sehr scheuen anzuerkennen, dass wir eine 2-Klassen-Medizin haben.
Und ein sehr bemerkenswertes Zitat finde ich noch im nachfolgenden Video (eine Neudefinition der 3 Ks):

„Wer sich kundig macht, wer sich kümmert und wer kämpft, der kommt in diesem [System der gesetzlichen Krankenkassen] besser weg!“

Video: Private Krankenversicherung (Teil 3/4)

Mai 3, 2010 1 Kommentar 

Haben wir in Deutschland eine 2-Klassen-Medizin? Aber definitiv! Und das kommt nicht von den Ärzten. Das wird ganz klar von den Krankenkassen vorgegeben.
So gibt es für gesetzlich Versicherte eine obere Grenzverweildauer für den Krankenhausaufenthalt. Über diese Dauer hinaus bezahlt die gesetzliche Krankenkasse der Klinik kein Geld mehr. Da Kliniken ebenfalls wirtschaften müssen, versuchen die Ärzte logischerweise die Patienten entsprechend rechtzeitig zu entlasten.

Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, Patienten frühzeitig zu entlassen. Kritisch finde ich dabei nur, dass der Fokus bei der Entscheidung: „Kann der Patient heute entlassen werden?“ auf einer finanziellen Grundlage beruht und nur in zweiter Linie auf dem Gesundheitszustand des Patienten.

Und solange ein Arzt für einen Privatversicherten 2-3 mal so viel Geld bekommt, wie für einen gesetzlich Versicherten, ist doch klar, dass der Privatversicherte die bessere Behandlung bekommt.

Würdet ihr nicht auch den Kunden bevorzugen, der mehr zahlt?

Video: Private Krankenversicherung (Teil 2/4)

April 28, 2010 1 Kommentar 

Der zweite Teil der Doku-Serie über Krankenversicherungen.

Hier geht es darum wie der Gemeinsame Bundesausschuss (im Übrigen ein Ausschuss, den ich auch noch nicht kannte) nahezu ausschließlich nach finanziellen Gesichtspunkten festlegt welche Behandlungen von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden.

Sehr interessant und treffend finde ich die Aussage, dass für gesetzlich Versicherte eine ausreichende Behandlung durchgeführt wird.
D.h. im Normalfall wird dem Patienten gar nicht erwähnt, dass es bessere Behandlungsmethoden gibt. Er bekommt als Kassenpatient eben nur die „ausreichenden“ Behandlungsmethoden angeboten.
Diese „Heimlichtuerei“ wird damit begründet, dass man den Patienten nicht verunsichern wolle.
Auch wenn das in Einzelfällen tatsächlich zu einer Verunsicherung führen sollte, so kommt es mir doch eher so vor als würde man als Kassenpatient einfach für dumm verkauft. Ist denn der Großteil der Patienten nicht mündig genug, um zusammen mit dem Arzt über die möglichen und die besten Behandlungsmethoden zu beraten?

Auf der anderen Seite kommt es mir manchmal als Privatpatient so vor als wäre ich beim Arzt auf einer Art Verkaufsveranstaltung. Da wird dieses und jenes angepriesen. Aber in dem Fall habe ich wenigstens die Wahl (und kann zumindest meine Bedenken und Vorlieben äußern). Das ist mir immer noch lieber, als wenn Behandlungen vor mir verheimlicht werden.

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