Steuererklärung: Welche Versicherung ist absetzbar?

April 8, 2012 3 Kommentare 

Jedes Jahr zur Steuererklärung stelle ich mir wieder die gleiche Frage:
Welche Versicherung kann ich steuerlich geltend machen?

Auch wenn sich Steuer-mäßig alles schnell ändert, so ärgere ich mich doch, dass ich nicht mal mehr den blassesten Schimmer habe, was ich letztes Jahr in der Erklärung angegeben habe.
Dieses Jahr passiert mir das nicht nochmal, ich dokumentiere es einfach mit diesem Blogbeitrag.

Disclaimer: Ich bin kein Steuerberater und will auch keiner sein. Die folgenden Infos sind also ohne Gewähr. Getreu dem Motto: “Möge es dir helfen, aber verlasse dich nicht blind darauf!”

Welche Versicherung kann ich bei der Steuererklärung geltend machen?

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City BKK

Juni 13, 2011 Kommentiere 

Nun ist es amtlich: Eine der großen Betriebskrankenkassen, die City BKK ist insolvent.
Die komplette Krankenkasse City BKK wird zum 1.7.2011 geschlossen.

Was passiert mit den Mitgliedern?

Die City BKK hatte immerhin ca. 150.000 Mitglieder.

Bist du bei der City BKK pflichtversichert?

Dann kannst du etwas aufatmen, denn du – und deine beitragsfrei mitversicherten Familienangehörigen – können noch bis zum 14.7.2011 in eine andere gesetzliche Krankenkasse deiner Wahl wechseln. Der Wechsel geschieht rückwirkend zum 1.7.2011.
Alle Ansprüche an die Krankenkasse werden von der City BKK bis zum 30.6.2011 getragen.

Aber du musst aktiv werden: Weiterlesen

Die drei besten privaten Krankenversicherungen

Mai 4, 2011 5 Kommentare 

Das DISQ (Deutsches Institut für Service-Qualität) hat die Services und die Leistungen der privaten Krankenversicherer in einer großen Studie untersucht.

Die Bewertungen der einzelnen Produkte der verschiedenen Krankenversicherungen wurde vom Ratingunternehmen Franke und Bornberg durchgeführt. Hierbei wurden Qualität und Kosten der Tarife bewertet.

Für die Produkte gab es eine breite Bewertungsbandbreite von “Hervorragend” bis “Schwach”.

Und auch beim Servicebereich scheint es wohl zu schwächeln. Die Branche erhielt insgesamt nur ein “befriedigend”.

Die Top Drei der PKV sind:

  1. Barmenia
  2. Münchener Verein
  3. Deutscher Ring

Weitere Details zur Studie und die Liste der Top 20 der PKV gibt es auf der Seite des DISQ.

PS: Zumindest den Platz 3 kann ich von der Position her bestätigen. Ich bin beim Deutschen Ring versichert und sehr zufrieden mit Preis und Leistung.

Wo bist du krankenversichert?
Ist die Leistung ok?

AWD und Finanzberatung

März 17, 2011 1 Kommentar 

Ich will nicht immer in die gleiche Scharte hauen. Aber der Ruf der Versicherungs- und Finanzberater ist wohl nicht umsonst so schlecht.

Wie gerade aktuell in der Presse breitgetreten wird (z.B. bei Finanzen.net) scheint “der AWD” seine Kunden in Bezug auf Anlageformen nicht ganz vollständig beraten zu haben (vor allem in Hinsicht auf das Risiko).
Grundsätzlich ist dies natürlich nicht “der AWD”, sondern vor allem auch immer der persönliche Berater.

Vor vielen Jahren habe ich mich von MLP in Bezug auf die Private Krankenversicherung beraten lassen.
Auch hier scheint es mir, als wäre die Berater-Provision wichtiger gewesen als die passende Krankenversicherung für mich als Kunden.
Denn die abgeschlossene Private Krankenversicherung (“ein ganz neuer und total toller Tarif”) hat in den nächsten Jahren den Beitrag erhöht als gäbe es kein Morgen mehr.

Ach ja und wer eine Private Krankenversicherung abschließen oder wechseln möchte, der vergleicht besser selbst! Hier geht’s direkt zum Online-Vergleich!

Bei mir steht natürlich auch der Provisionsgedanke im Vordergrund. Aber ich bekomme unabhängig von der Krankenkasse und vom Tarif die gleiche Provision :-)

Wie immer möchte ich hier nochmal betonen: Augen auf beim Versicherungskauf!

Lasst euch beraten, aber lasst euch nicht das Denken abnehmen!

Seid ihr auch schon auf irgendeine Masche reingefallen?

Der optimale Risikoschutz

Februar 7, 2011 1 Kommentar 

Die Stiftung Warentest hat ein umfangreiches Special zum Thema Versicherungen herausgegeben.
Viele Tabellen und Informationen sind frei unter dem genannten Link verfügbar.
Für alle Menschen, die Versicherungen benötigen :-) wieder eine gute Möglichkeit sich ein wenig fortzubilden.

Besonders interessant finde ich die Tabelle über wichtige und unwichtige Versicherungen.
Als unbedingt notwendig (****) sind hier nur:

genannt.

Ansonsten gilt, wie gehabt, vor dem Abschluss von Versicherungen: Unbedingt informieren!

9.9. Tag der Versicherung

September 9, 2010 4 Kommentare 

Wie angekündigt, geht’s heute los. Daher keine lange Vorrede, sondern frisch ans Werk.

Voraussetzungen

  1. Du hast alle deine Versicherungsordner griffbereit?
  2. Du weißt, welches deine größten Risiken sind?
  3. Du hast ein Blatt Papier und einen Stift parat (für deine TODO-Liste)?

Gut! Dann kann’s losgehen, einfach die folgende Checkliste durchgehen. Punkte überspringen, die für dich nicht relevant sind!

Stößt du auf Punkte, die unklar sind oder wo deine Versicherung nicht deinen Vorstellungen entspricht: sofort auf deiner TODO-Liste notieren!

Private Haftpflichtversicherung


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Kommt jetzt das große Krankenkassen-Sterben?

Juni 13, 2010 Kommentiere 

Bereits zwei Krankenkassen (die City BKK und die BKK Heilberufe) haben beim BVA (Bundesversicherungsamt) eine drohende Insolvenz gemeldet. Nach neuem Insolvenzrecht sind auch die Krankenkassen dazu verpflichtet, sonst droht ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung.

Die Insolvenz muss zunächst von anderen Kassen im gleichen System (hier also von den Betriebskrankenkassen) aufgefangen werden. D.h. die Versicherten werden dann wohl in einer andere BKK wechseln.

Im Jahre 1908 gab es noch 7.718 BKK, in 2006 waren es noch 138 (Wikipedia). Hinzu kommen noch die AOK (Allgemeine Ortskrankenkassen), IKK (Innungskrankenkassen), LKK (Landwirtschaftliche Krankenkassen), Ersatzkassen.
Insgesamt gab es in Deutschland 1991 mehr als 1.200 Krankenkassen. Im Jahr 2006 nur noch 253 und im Januar 2009 noch 202.

Die Tendenz ist wohl kaum zu übersehen. Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hält eine Anzahl von 30 bis 50 Kassen ausreichend.

Auch wenn ich sonst nicht konform mit Frau Schmidt gehe, in diesem Punkt gebe ich ihr völlig recht. Der aktuelle Zustand mit hunderten von gesetzlichen Krankenversicherungen, die alle nach “Kunden” gieren und in ihren Verwaltungen Millionen verbrennen, ist untragbar und ein Teil der steigenden Gesundheitskosten.

Trauern wir den “sterbenden” Kassen also höchstens eine Krokodilsträne nach :-)

Private Krankenversicherung Test

Mai 12, 2010 3 Kommentare 

Der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung (bzw. der Wechsel in die Private) will gut überlegt sein. Man sollte vorab alle Tests und Möglichkeiten in Betracht ziehen, um sich hier umfassend zu informieren. Denn ein späterer Wechsel in eine andere Private Krankenkasse kann einen teuer zu stehen kommen und ein Wechsel zurück in die Gesetzliche Krankenkasse ist sowieso nahezu ausgeschlossen.

Welche Punkte solltest du aber genau Testen?

Das hängt natürlich ganz von dir persönlich ab, aber generell solltest du auf folgende Dinge achten:

  • Tarif-Auswahl: Welchen Tarif/Welche Leistung brauche ich genau?
    • Ein-, Zwei- oder Mehrbett-Zimmer?
    • Freie Klinikwahl?
    • Chefarztbehandlung
    • Übernahme der Kosten für alternative Handlungsmethode (z.B. Homöopathie, …)?
    • Umfangreichere Kostenübernahme für Zahnarztleistungen, Kieferorthopädie?
    • Zusatzleistungen für Sehhilfen: Brillen, Kontaktlinsen?
    • Zuzahlungsfreie Massagen oder Physiotherapie?
    • Psychotherapie?
  • Beitragsstabilität: Junge Menschen bekommen extrem günstige Tarife. Lass dir unbedingt die Beitragsentwicklung des Tarifs zeigen (manche haben Steigerungsraten von 10% pro Jahr), sonst ist billig gekauft = teuer bezahlt. Tarife, die es erst wenige Jahre gibt sind daher mit Vorsicht zu genießen!
  • Bei Vorerkrankungen: Anfragen, ob die Private diese Erkrankungen übernimmt oder ausschließt.
  • Selbstbeteiligung: Bietet der Tarif/die Kasse eine Selbstbeteiligung an? Wie flexibel?
  • Beitragshöhe: Natürlich ist das eines der Hauptkriterien. Aber dies sollte nicht das einzige Kriterium sein (s. Steigerungsraten)
  • Kundenfreundlichkeit: Wie einfach ist die Abrechnung? Werden häufig Rechnungen beanstandet oder drückt die Kasse auch mal ein Auge zu?

Wo bekommt man die nötigen Infos?

Natürlich bekommst du die nötigen Informationen direkt von deinem Versicherungsberater. Da Versicherungsberater der Firma XYZ gerne Versicherungen von XYZ verkaufen, solltest du dich unbedingt unabhängig von deinem Berater informieren (und wenn es nur dazu dient, damit du ein gutes Gefühl hast).

Folgende Quellen kannst du nutzen:

  • Zum Einen kannst du natürlich direkt einen Online-Vergleich der Privaten Krankenversicherungen machen.
    Aus meiner Sicht die besten Alternative :-)
  • Generell lässt sich im Internet viel vergleichen, z.B. hier:
    • Hast du über den Online-Vergleich die Liste der möglichen Versicherungen eingeschränkt, lohnt es sich auf jeden Fall auf deren Websites Zusatzinformationen zu holen (Information über z.B. Beitragssteigerungsrate, etc. stellen die Versicherungen allerdings häufig nur auf Anfrage zur Verfügung)
    • Bewertungsportale wie z.B. Ciao oder Doyoo oder auch bei Focus Money geben Einblicke in die Zufriedenheit der Versicherungskunden.
  • Bekannte oder Freunde können einem gute Infos geben über die Kundenfreundlichkeit und den generellen Umgang der Versicherung. Unbedingt fragen!
  • Finanzzeitschriften wie z.B. Finanztest oder Focus Money veröffentlichen regelmäßig Test über die Versicherungen.

Video: Private Krankenversicherung (Teil 4/4)

Mai 7, 2010 3 Kommentare 

Endlich verstehe ich, warum sich Politiker so sehr scheuen anzuerkennen, dass wir eine 2-Klassen-Medizin haben.
Und ein sehr bemerkenswertes Zitat finde ich noch im nachfolgenden Video (eine Neudefinition der 3 Ks):

“Wer sich kundig macht, wer sich kümmert und wer kämpft, der kommt in diesem [System der gesetzlichen Krankenkassen] besser weg!”

Video: Private Krankenversicherung (Teil 3/4)

Mai 3, 2010 1 Kommentar 

Haben wir in Deutschland eine 2-Klassen-Medizin? Aber definitiv! Und das kommt nicht von den Ärzten. Das wird ganz klar von den Krankenkassen vorgegeben.
So gibt es für gesetzlich Versicherte eine obere Grenzverweildauer für den Krankenhausaufenthalt. Über diese Dauer hinaus bezahlt die gesetzliche Krankenkasse der Klinik kein Geld mehr. Da Kliniken ebenfalls wirtschaften müssen, versuchen die Ärzte logischerweise die Patienten entsprechend rechtzeitig zu entlasten.

Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, Patienten frühzeitig zu entlassen. Kritisch finde ich dabei nur, dass der Fokus bei der Entscheidung: “Kann der Patient heute entlassen werden?” auf einer finanziellen Grundlage beruht und nur in zweiter Linie auf dem Gesundheitszustand des Patienten.

Und solange ein Arzt für einen Privatversicherten 2-3 mal so viel Geld bekommt, wie für einen gesetzlich Versicherten, ist doch klar, dass der Privatversicherte die bessere Behandlung bekommt.

Würdet ihr nicht auch den Kunden bevorzugen, der mehr zahlt?

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